4.1.1 Bevölkerungszahlen

4.1.1 Bevölkerungszahlen

Einleitung

Der Themenbereich Bevölkerung wird durch 8 Karten abgedeckt. Die Datengrundlage sind einheitlich die vom Österreichischen Statistischen Zentralamt veröffentlichten, offiziellen Volks- bzw. Registerzählungsergebnisse bezogen auf die Gemeindeflächen. Gesondert ausgewiesen werden auf allen Karten der jeweils größte und kleinste Wert.

Zur Vertiefung der gegenständlichen Inhalte eignen sich besonders die Arbeitsblätter im Themenbereich „Gemeinde“.

Didaktik

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Erklärung

Einwohnerzahlen 2018

Unter „Einwohner“ wird hier die Wohnbevölkerung verstanden, die von der Statistik Austria definiert wird als „alle Personen, die am Zähltag in der Gemeinde ihren Hauptwohnsitz hatten. Als Hauptwohnsitz ist der Mittelpunkt der Lebensbeziehungen zu verstehen“ (www.statistik.at). Die Wohnbevölkerung setzt sich sowohl aus österreichischen als auch aus ausländischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern zusammen, was in den Karten dieses Themenbereiches jeweils nicht differenziert wird.

Bei der Karte handelt es sich um eine Größenpunktkarte, d.h. die Einwohnerinnen und Einwohnerzahl ist durch einen in der Mitte des jeweiligen Gemeindegebietes positionierten Kreis dargestellt, dessen Fläche proportional der Bevölkerungszahl ist. Dabei tritt methodisch das Problem auf, dass sich in den Verdichtungsgebieten (wie im Stadtumland von Graz) die Kreise überschneiden und so die Zuordnung der Signaturen zu den Gemeinden erschwert wird. Außerdem musste für die Einwohnerinnen und Einwohnerzahl der Stadt Graz auf Grund des „Riesenkreisproblems“ eine abweichende Kreissignatur gewählt werden – hierin äußert sich die Besonderheit, dass Graz eine mehr als um den Faktor 11 größere Bevölkerung (286 292) als die zweitgrößte Stadt (Leoben: 24 645) hat. Dies weist auf eine besonders ausgeprägte zentralörtliche Dominanz der Landeshauptstadt hin, wie sie in ähnlicher Form nur in den Bundesländern Tirol und Salzburg gegeben ist. Die größten Städte sind in der untenstehenden Tabelle zusammengefasst.

Die Karte bringt die Bevölkerungsverteilung in der Steiermark sehr gut zur Geltung, wobei die Mittelsteiermark und hierin besonders der Großraum Graz als wichtigste Bevölkerungskonzentration ins Auge stechen. Daneben kommt auch die Mur-Mürz-Furche mit der für den inneralpinen Raum typischen bandförmigen Anordnung der Siedlungszentren zur Geltung. Demgegenüber treten die Gebiete entlang des Alpenhauptkammes – in den Niederen Tauern ebenso wie in den Nordalpen – aber auch die Hochlagen des Steirischen Randgebirges als schwach besiedelt in den Hintergrund. Diese Verteilung spiegelt vordergründig topographische Gegebenheiten wider, wird im Einzelnen aber auch stark von wirtschaftsgeographischen Strukturen bedingt, die zum Teil weit in der Vergangenheit wurzeln (z.B. die Bergbaustadt Eisenerz).

Erklärung

Bevölkerungsdichte 1869

Erklärung

Bevölkerungsdichte 1951

Erklärung

Bevölkerungsdichte 2018

Die (arithmetische) Bevölkerungsdichte errechnet sich mit einfacher Division der Bevölkerungszahl durch die Gesamtfläche der jeweiligen Gemeinde. Dargestellt wird das Ergebnis dreier Volks- bzw. Registerzählungen auf Basis der seit 2015 bestehenden neuen Gemeindegrenzen.

– 1869 als erste, in der Genauigkeit auch modernen Ansprüchen genügende Erhebung
– 1951 zum Aufzeigen der Situation am Beginn des nachkriegszeitlichen „Wirtschaftswunders“
– 2018 als jüngste verfügbare Volks- bzw. Registerzählung.

Die der Legende zu Grunde liegende Klassenbildung und die zugehörigen Flächenfarben sind bei allen drei Karten gleich, wodurch diese unmittelbar miteinander vergleichbar sind.

Entsprechend der über den Gesamtzeitraum hinweg anhaltenden Bevölkerungszunahme wäre ein genereller Anstieg der Dichte zu erwarten. Dieser ist besonders in der Mur-Mürz-Furche und im Großraum Graz auch tatsächlich zu sehen, fehlt jedoch in vielen Gebirgsregionen – hier änderte sich die Dichte seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht oder nur geringfügig bzw. nahm in einzelnen Gemeinden (z.B. an der Koralpe) sogar ab. Diese Veränderungen spiegeln ein komplexes raumzeitlich variables Wirkungsgefüge unterschiedlicher sozioökonomischer Prozesse wider (Landflucht, Bergflucht, Industrialisierung, Urbanisierung, Suburbanisierung u.a.).

Erklärung

Bevölkerungsdichte 2018 – Dauersiedlungsraum

Erklärung

Dauersiedlungsraum

Die (physische) Bevölkerungsdichte errechnet sich mit einer Division der Bevölkerungszahl durch die Fläche des Dauersiedlungsraumes in der jeweiligen Gemeinde. Der Dauersiedlungsraum umfasst das „besiedelbare Land“, wozu alle jene Flächen gezählt werden, die nicht Wälder, Gewässer, alpine Weiden und Ödland sind. Der so definierte Dauersiedlungsraum umfasst nur 31,0 % der Landesfläche (zum Vergleich: Österreich 38,1 %), was mit dem in der Obersteiermark vorherrschenden Gebirgscharakter erklärt werden kann.

Bei der Darstellung der physischen Dichte wurden die entsprechenden Flächenfarben in das jeweilige Areal des Dauersiedlungsraumes eingetragen, nachdem dessen Umriss zuvor durch einen Pufferungsvorgang generalisiert worden war. Da durch diese graphisch notwendige Maßnahme der Dauersiedlungsraum zu groß erscheint, wird er in einer gesonderten Karte dargestellt. Die physische Dichte erreicht naturgemäß deutlich höhere Werte als die arithmetische, dennoch wurde – wieder aus Gründen der Vergleichbarkeit – dieselbe Klassenbildung wie bei der arithmetischen Bevölkerungsdichte gewählt. Die Karte zeigt die tatsächliche Lage der Bevölkerungskonzentrationen besser, wobei die bandförmigen Verdichtungen der Siedlungen in den obersteirischen Tälern (Mur-, Mürz- und Ennstal) besonders gut zur Geltung kommen.

Erklärung

Bevölkerungsveränderung 1951 bis 2018

Erklärung

Bevölkerungsveränderung 2008 bis 2018

Darstellungen dieser Art gehören zu den Klassikern der Bevölkerungsgeographie. Bei der Interpretation der Karte der Bevölkerungsveränderung 1951-2018 ist zu beachten, dass mit einer zeitlichen Spannweite von fast sieben Jahrzehnten sich lang- und kurzfristige, in den einzelnen Teilzeiträumen mitunter auch gegenläufige Trends überlagern und die Interpretation des Karteninhaltes erschweren. So ist beispielsweise die Stagnation der Bevölkerungszahl in vielen Gemeinden des Bezirks Murau mit hohen Geburtenraten bei gleichzeitig bedeutenden Wanderungsverlusten zu erklären, in der Stadtgemeinde Graz jedoch mit der in den letzten Jahrzehnten verstärkten Suburbanisierung. Von diesem letztgenannten Prozess profitieren die Umlandgemeinden der Städte (nicht nur von Graz), wo sich die Bevölkerung im gegenständlichen Zeitraum in einzelnen Gemeinden mehr als verdreifachte und selbst in der letzten Dekade bis zu 25% zulegten. Positive Bevölkerungsveränderungen stellten sich in der Westhälfte des Bezirks Liezen als Folge des Tourismus ein. Die stärksten Rückgänge mussten tourismusschwache Berglandgemeinden (z.B. im Nordwesten des Bezirkes Murtal), ehemalige Bergbaugebiete (z.B. verringerte sich in Eisenerz die Wohnbevölkerung zwischen 1951 und 2018 um 62,8 % von 12.948 auf 4.048!) und „alte Industriezonen“ (siehe den Bezirk Leoben in der untenstehenden Tabelle) hinnehmen.

Interessant in dem Zusammenhang ist auch die Veränderung gegenüber dem Vergleichszeitraum 1869-2018 in Eisenerz. Während die Bevölkerungszahlen von 1869 bis 1951 kontinuierlich angestiegen sind, sind seit 1951 die Zahlen nun stark rückläufig. Bei direktem Vergleich von 1869 bis 2018 ist dennoch ein leichtes Plus zu verzeichnen!

In der Tabelle mit den größten Zunahmen fällt vor allem auf, dass sämtliche Gemeinden aus dem Umland von Graz stammen. Bei jener Gemeinde mit der höchsten Steigerung handelt es sich um Hausmannstätten, welche sich seit 1951 mehr als verdreifacht hat. Die Veränderung gegenüber 1869 macht sich noch markanter bemerkbar, hier ist vor allem Seiersberg-Pirka mit einer Verneunfachung der Bevölkerung besonders erwähnenswert.
Die Karte „Bevölkerungsveränderung 2008-2018 wurde zusätzlich angefertigt, um den aktuellen Trend der letzten 10 Jahre zu zeigen. Nähere Details dazu können den folgenden Tabellen entnommen werden. Hierin werden Bevölkerungszunahmen sind in Rot, -abnahmen in Blau gekennzeichnet, die
beiden Extremwerte sind fett hervorgehoben. Die Auflistung der Bezirke
entspricht der aktuellen Verwaltungsgliederung.


Tab. 2.: Die Einwohnerzahlen der steirischen Bezirke 1869, 1951, 2008 und 2018 (Quelle: Statistik Austria, Landesstatistik Steiermark)


Tab. 3: Die 10 Gemeinden mit dem höchsten Bevölkerungsverlust von 1951-2018 (Quelle: Statistik Austria, eigene Bearbeitung)


Tab.: Die 10 Gemeinden mit dem höchsten Bevölkerungsgewinn von 1951-2018 (Quelle: Statistik Austria, eigene Bearbeitung)


Quelle und Bearbeiter

Quellenverzeichnis

Datengrundlage:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Landesstatistik Steiermark

Kartengrundlage:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachstelle GIS

Weiterführende Literatur:
Gspurning, J., 1997: Bevölkerung und Raum in der Steiermark dargestellt anhand der Ergebnisse der Großzählung 1991. – In: Beiträge zur Geographie der Steiermark. Arbeiten aus dem Institut für Geographie der Universität Graz, Bd. 35 (Festschrift für W. Leitner), 119-138.
Husa, K., Wisbauer, A., und Wohlschlägl, H., 2004: Perspektiven der räumlichen Bevölkerungsentwick- lung in Österreich seit dem Zweiten Weltkrieg. – In: Geographischer Jahresbericht aus Österreich, Doppelband LX/LXI, 9-51.

Internetquellen:
Statistik Austria: www.statistik.at
www.landesstatistik.steiermark.at 

Lehrplan Geographie und Wirtschaftskunde, AHS  Unterstufe/NMS:

https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/ahs9_784.pdf?61ebyf

Lehrplan Geographie
und Wirtschaftskunde, AHS Oberstufe:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008568

Lehrpläne BHS (HLW
und Tourismusschulen, HAK, HTL, BAfEP):
https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/downloads/?kategorie=24

Autorinnen und Autoren

Text:
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl Lieb (2006), aktualisiert von Mag.a Edeltraud Pirker (2018)

Kartengestaltung:
Mag.a Edeltraud Pirker (2015, 2018)

Arbeitsmaterialien:
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl Lieb, Mag. Wolfgang Gaich, Mag.a Dr. Marlies Pietsch

Lehrplanbezüge:
Mag. Michael Lieb

Mögliche Lernziele:
Mag. Michael Lieb

Web-Bearbeitung:
Mag.a Edeltraud Pirker (2019)


Didaktik

Im Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht aller Schulstufen steht der Mensch mit seinen Aktivitäten und Entscheidungen in allen Lebensbereichen, die auch raumstrukturelle Grundlagen und Auswirkungen haben, im Mittelpunkt. Angaben zur Größe und Dynamik der Bevölkerung können als Schlüsselgrößen dienen, wenn es darum geht, solche raumstrukturellen Gegebenheiten und ihre zeitlichen Veränderungen mit Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten. Mit Hilfe dieser Karten kann das Thema „Bevölkerung“ im überschaubaren Raum der Steiermark exemplarisch in allen Schulstufen der Sekundarstufe I und II behandelt werden. Einsetzbar ist dieses Unterrichtsmaterial auch im Ge- schichte- und Sozialkundeunterricht der Sekundarstufe I und II, etwa um die historische Dimension der Bevölkerungsentwicklung aufzuzeigen.

Die formulierten Lehrplanbezüge versuchen das jeweilige
Thema mit verschiedenen Lehrplaninhalten bzw. Lehrplanforderungen zu
verknüpfen. Die möglichen Lernziele, welche mittels des Themas des Schulatlas erreicht
werden sollen bzw. können, orientieren sich an den, in den Lehrplänen
enthaltenen, Lerninhalten bzw. -zielen.  Wichtig zu beachten ist dabei, dass die
alleinige Bearbeitung der Themen und Arbeitsmaterialen des Schulatlas
Steiermark, die Erreichung der Lernziele nicht garantieren kann. Eine
Einbettung dieser in eine umfassendere, sinnvolle sowie zielorientierte Unterrichtsvorbereitung
ist dafür notwendig.

Lehrplanbezüge und Lernziele für die „Grundstufe“
sind immer auf den Sachunterricht ausgelegt. Jene der „Sekundarstufe I“
beziehen sich auf AHS bzw. NMS – Lehrpläne. „Sekundarstufe II“ ist nur auf AHS
bezogen. Bei Lehrplanbezügen der BHS-Schulformen, sofern nichts in Klammer zusätzlich
angemerkt ist, sind folgende Fächer gemeint: HLW und Tourismusschulen = Globalwirtschaft, Wirtschaftsgeografie und
Volkswirtschaft; HAK = Geografie (Wirtschaftsgeografie); HTL= Geografie,
Geschichte und Politische Bildung; BAfEP = Geografie und Wirtschaftskunde.

Lehrplanforderungen Sekundarstufe I – Geographie und Wirtschaftskunde

1. Klasse:
Ein Blick auf die Erde:

  • Erwerben grundlegender Informationen über die Erde mit Globus, Karten, Atlas und Bildern.

2. Klasse:
Leben in Ballungsräumen:

  • Das Leben in Ballungsräumen und peripheren Räumen vergleichen.
  • Erfassen von Merkmalen, Aufgaben und Umweltproblemen in Ballungsräumen. Erkennen der Vernetzung zwischen Kernstadt und Umland.
  • Erwerben grundlegender Informationen über Städte mit Hilfe kartographischer Darstellungen.

3. Klasse:
Lebensraum Österreich:

  • Anhand von unterschiedlichen Karten, Luft- und Satellitenbildern die Eigenart österreichischer Landschaften erfassen.
  • Einige Ursachen und Folgen der Bevölkerungsverteilung und -entwicklung erfassen.

Gestaltung des Lebensraums durch die Menschen:

  • Die Lebenssituation in zentralen und peripheren Gebieten vergleichend erfassen.

Lehrplanforderungen Sekundarstufe II – Geographie und Wirtschaftskunde

5. Klasse (1. und 2. Semester)
Die soziale, ökonomisch und ökologisch begrenzte Welt
Gliederungsprinzipien der Erde nach unterschiedlichen Sichtweisen reflektieren

  • Gliederungsmöglichkeiten der Erde nach naturräumlichen, kulturellen, politischen und ökonomischen Merkmalen analysieren 
  • Interessensgebundenheit von Gliederungen vergleichen 
  • Geographien durch Zonierungen/Gliederungen/Grenzziehungen machen und reflektieren

Bevölkerung und Gesellschaft diskutieren 

  • Ursachen und Auswirkungen der räumlichen und sozialen Mobilität in verschiedenen Gesellschaften diskutieren

7. Klasse
6. Semester – Kompetenzmodul 6 Österreich – Raum – Gesellschaft – Wirtschaft
Demographische Entwicklung und gesellschaftspolitische Implikationen beurteilen 

  • Entwicklung der österreichischen Bevölkerung darstellen 
  • Mögliche soziale und ökonomische Folgen der Bevölkerungsentwicklung beurteilen

Lehrplanforderungen BHS

HAK:
I. Jahrgang (1. und 2. Semester):
Weltbevölkerung:

  • Bevölkerungsentwicklung (Migration, Mortalität, Fertilität) und Bevölkerungsverteilung

II. Jahrgang
4. Semester – Kompetenzmodul 4
Wirtschafts- und Lebensraum Österreich:

  • Demografische Strukturen, Wirtschaftsstandort, Infrastruktur und Raumplanung, sozioökonomische Disparitäten.

HLW und Tourismusschulen:
III. Jahrgang:
5. Semester – Kompetenzmodul 5:

  • Lebenswelten im ländlichen und städtischen Raum.

V. Jahrgang
10. Semester
Österreich:

  • Bevölkerungsentwicklung, Migration, Arbeitsmarkt

HTL:
I. Jahrgang

  • Bevölkerungsentwicklung und gesellschaftliche Folgerungen; Bevölkerungsstrukturen und -verteilung; Wanderungsbewegungen und Auswirkungen.

BAfEP:
I. Jahrgang:
1. und 2. Semester:
Bereich „Gesellschaft“:

  • Demografische Prozesse, Bevölkerung(sentwicklung) im regionalen Vergleich, Migration und Diversität

III. Jahrgang:
5. Semester (Kompetenzmodul 5):
Bereich „Gesellschaft“:

  • Bevölkerungsentwicklung

Die Schülerinnen und Schüler können…

  • aus thematischen Karten Entwicklungen der Bevölkerung /Bevölkerungsdichte herauslesen und mit verschiedenen Sachverhalten in Verbindung bringen. (Sekundarstufe I – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • Ursachen und Folgen der Bevölkerungsentwicklung exemplarisch anhand der Steiermark nennen und analysieren. (Sekundarstufe I – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • die politische Gliederung der Steiermark in Gemeinden in Zusammenhang zur Bevölkerungsentwicklung setzen. (Sekundarstufe II – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • exemplarisch anhand der Steiermark die Entwicklung der Bevölkerung, sowie soziale und ökonomische Folgen, darstellen und ableiten. (Sekundarstufe II – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • demografische Prozesse und ihre Auswirkungen auf unterschiedliche Gesellschaften, exemplarisch anhand der Steiermark, analysieren. (HAK)
  • Lebenswelten in ländlichen und städtischen Regionen anhand des steirischen Bundeslandes vergleichen. (HLW und Tourismusschulen)
  • Folgen der Bevölkerungsentwicklung Österreichs und der Migration hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt analysieren. (HLW und Tourismusschulen)
  • die Bevölkerungsentwicklung mit gesellschaftlichen Folgerungen in Verbindung setzen, sowie die aktuelle Verteilung diskutieren. (HTL)
  • die Bevölkerungsentwicklung auf regionaler Ebene (Steiermark) darstellen. (BAfEP)

Bevölkerungszahlen und ihre Veränderung sind in hohem Maße umweltrelevant, wobei in erster Linie an die tendenziell höhere Umweltbelastung in Ballungsräumen zu denken ist. Neben der Emission von Luftschadstoffen und Lärm sowie der Beanspruchung der Wasserressourcen (etwa durch Trinkwasserentnahme und Abwasserentsorgung) spielt vor allem der Flächenverbrauch – zumal bei gestiegenen Ansprüchen an Wohnungen und Wohnumfeld – eine große Rolle. Das Problem der Zersiedelung der Landschaft – neben den Stadtumlandbereichen sind alle landschaftlich attraktiven Gebiete verstärkt davon betroffen – ist ungeachtet aller Fortschritte durch die Raumordnungspolitik in jüngerer Zeit immer noch eine der großen Herausforderungen für die zukünftige Entwicklung der Steiermark. Hier wäre es eine untragbare Verharmlosung der Problematik, würde man die gleichzeitige Zunahme der Waldflächen in Folge von Nutzungsextensivierung in peripheren Gebieten als ausreichenden ökologischen „Ersatz“ für den gestiegenen Flächenverbrauch ansehen.