3.4.2 Die Seen



Quelle und Bearbeiter

Quellenverzeichnis

Lehrplan Volksschule, Sachunterricht:
https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/lp_vs_7_su_14051.pdf?61ec03

Lehrplan Geographie und Wirtschaftskunde, AHS/NMS:
https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/ahs9_784.pdf?61ebyf

Lehrplan Geographie und Wirtschaftskunde, AHS Oberstufe:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008568

Lehrpläne BHS (HLW und Tourismusschulen, HAK, HTL, BAfEP):
https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/downloads/?kategorie=24

Lehrplan Biologie und Umweltkunde, AHS Unterstufe/NMS:
https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/ahs5_779.pdf?61ebyf

Autorinnen und Autoren

Lehrplanbezüge:
Mag. Michael Lieb

Mögliche Lernziele:
Mag. Michael Lieb

Web-Bearbeitung:
Mag.a Bernadette Kreuzer (2019)


Didaktik

Dieser Themenbereich eignet sich hervorragend für fächerübergreifenden Unterricht besonders mit den Unterrichtsgegenständen Biologie, Chemie und Physik. 
Seen selbst sind interessant für Schülerinnen und Schüler, da sie in der Regel in die Freizeitgestaltung integriert sind und dadurch eine Identifikation mit dem Thema leichter erreicht werden kann. Auch eignet sich der See in fast allen Schulstufen für den exemplarischen Unterricht, da mit Hilfe des Sees viele Bereiche der Geographie abgedeckt werden können – z.B.: Landschaftsformen, der
inneralpine und außeralpine Raum, die Nutzung von Ressourcen. Die folgenden Arbeitsblätter sind als Lernzirkel für die 11. Schulstufe konzipiert, können jedoch auch einzeln und/oder leicht abgewandelt in anderen Schulstufen verwendet werden. 
Weitere interessante Aspekt, die hier nicht thematisiert werden, aber auch in der Geographie oder in Biologie und Umweltkunde behandelt werden können, sind z.B.:  Der See als Ökosystem, der Wasserkörper des Sees, Eutrophierung, Gewässerschutz

Die formulierten Lehrplanbezüge versuchen das jeweilige
Thema mit verschiedenen Lehrplaninhalten bzw. Lehrplanforderungen zu
verknüpfen. Die möglichen Lernziele, welche mittels des Themas des Schulatlas erreicht
werden sollen bzw. können, orientieren sich an den, in den Lehrplänen
enthaltenen, Lerninhalten bzw. -zielen.  Wichtig zu beachten ist dabei, dass die
alleinige Bearbeitung der Themen und Arbeitsmaterialen des Schulatlas
Steiermark, die Erreichung der Lernziele nicht garantieren kann. Eine
Einbettung dieser in eine umfassendere, sinnvolle sowie zielorientierte Unterrichtsvorbereitung
ist dafür notwendig.

Lehrplanbezüge und Lernziele für die „Grundstufe“ sind immer
auf den Sachunterricht ausgelegt. Jene der „Sekundarstufe I“ beziehen sich auf
AHS bzw. NMS – Lehrpläne. „Sekundarstufe II“ ist nur auf AHS bezogen. Bei
Lehrplanbezügen der BHS-Schulformen, sofern nichts in Klammer zusätzlich angemerkt
ist, sind folgende Fächer gemeint: HLW und Tourismusschulen =  Globalwirtschaft, Wirtschaftsgeografie und
Volkswirtschaft; HAK = Geografie (Wirtschaftsgeografie); HTL= Geografie,
Geschichte und Politische Bildung; BAfEP = Geografie und Wirtschaftskunde.

Lehrplanforderungen Grundstufe I

Erfahrungs- und Lernbereich Raum
Einfache geographische Gegebenheiten der näheren Umgebung kennen und benennen
ZB Geländeformen, Gewässer, Verkehrswege, Wohnstätten …. 

Lehrplanforderungen Grundstufe II

Erfahrungs- und Lernbereich Natur
Erste Einsichten in einfache ökologische Zusammenhänge gewinnen
Einsichten in Zusammenhänge innerhalb einzelner Lebensräume gewinnen
Einrichtungen für bestimmte Lebensweisen bzw. Lebensräume (zB Tiere als Wasserbewohner, Waldbewohner, Tiere als Springer, Flieger; Bodenbeschaffenheit – Wurzellänge) verstehen

  • Störung von natürlichen und naturnahen Lebensräumen durch den Menschen (zB Trockenlegung von Feuchtgebieten, Verschmutzung von Gewässern, Einsatz von Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln)
  • Möglichkeiten verbesserter Lebensbedingungen für Tiere (zB Nistgelegenheiten; Naturwiese; Tümpel)

Verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber der Natur
Aus der Einsicht in biologische Zusammenhänge die Nutzung der Natur und deren Auswirkungen erkennen und bewerten lernen, möglichst an einfachen Beispielen der unmittelbaren Umgebung der Schülerinnen und Schüler

  • Verständnis über die ökologischen Auswirkungen menschlichen Handelns gewinnen
  • dabei die Erkenntnis gewinnen, dass der Mensch die Natur behutsam nutzen, sie aber auch stören und zerstören kann (Probleme identifizieren: Abfall, Luft- und Wasserverschmutzung)
  • die Notwendigkeit von Gesetzen und Maßnahmen zur Erhaltung der Natur verstehen (zB Pflanzen- und Tierschutz, Schutzgebiete)

Erfahrungs- und Lernbereich Raum
Pläne und Karten als geografische Darstellungsformen kennen und als Orientierungshilfen verwenden

  • Verschiedene Karten lesen (zB Wanderkarte, Landkarte, Straßenkarte)
  • mit Hilfe von Landkarten Einsichten in das eigene Bundesland erweitern

Lehrplanforderungen Sekundarstufe I – Geographie und Wirtschaftskunde

1. Klasse:
Ein Blick auf die Erde:

  • Erwerben grundlegender Informationen über die Erde mit Globus, Karten, Atlas und Bildern.

3. Klasse:
Lebensraum Österreich:

  • Anhand von unterschiedlichen Karten, Luft- und Satellitenbildern die Eigenart österreichischer Landschaften erfassen.

Lehrplanforderungen Sekundarstufe I – Biologie und Umweltkunde

2. Klasse:
Ökologie und Umwelt:

  • Anhand der Ökosysteme Wald und heimisches Gewässer sind ökologische Grundbegriffe (biologisches Gleichgewicht, Nahrungsbeziehungen, ökologische Nische, Produzent – Konsument – Destruent) zu erarbeiten und zu vertiefen.
  • Positive wie negative Folgen menschlichen Wirkens sind hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Ökosysteme Wald und heimisches Gewässer zu analysieren und zu hinterfragen.
  • Umweltprobleme, deren Ursache und Lösungsvorschläge sind zu erarbeiten. Umwelt-, Natur- und Biotopschutz sollen an konkreten Beispielen demonstriert werden.

Lehrplanforderungen Sekundarstufe II – Geographie und Wirtschaftskunde

5. Klasse (1. und 2. Semester)
Die soziale, ökonomisch und ökologisch begrenzte Welt
Geoökosysteme der Erde analysieren

  • Wechselwirkungen von Klima, Relief, Boden, Wasser und Vegetation analysieren 
  • Geoökosysteme und deren anthropogene Überformung erklären

Nutzungskonflikte an regionalen Beispielen reflektieren 

  • Regionale Konflikte über die Verfügbarkeit von knappen Ressourcen (Boden, Wasser, Bodenschätze, usw.) und dahinter stehende politische Interessen erklären

6. Klasse
3. Semester – Kompetenzmodul 3
Außerwert-und Inwertsetzung von Produktionsgebieten beurteilen 

  • Eignung von Räumen für die Tourismusentwicklung sowie Folgen der Erschließung beurteilen

7. Klasse
6. Semester – Kompetenzmodul 6
Österreich – Raum – Gesellschaft – Wirtschaft
Naturräumliche Chancen und Risiken erörtern

  • Geoökologische Faktoren und Prozesse erklären 
  • Naturräumliche Gegebenheiten als Chance der Regionalentwicklung erkennen 
  • Naturräumliche sowie soziale Gegebenheiten und Prozesse als Ursachen ökologischer Probleme erörtern
     

Lehrplanforderungen BHS

HAK:
II. Jahrgang
4. Semester – Kompetenzmodul 4:
Wirtschafts- und Lebensraum Österreich:

  • Naturräumliche Nutzungspotenziale, Tourismus

HLW und Tourismusschulen:
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
10. Semester:
Österreich:

  • Naturräumliche Voraussetzungen und Nutzungen.
  • Wirtschaftsregionen und Wirtschaftssektoren (Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen, Tourismus, Energie, Verkehr).

HTL:
I. Jahrgang

  • Wechselwirkungen zwischen Ökosystemen; Ressourcenknappheit und Tragfähigkeit der Erde; Nachhaltigkeit in der Raumnutzung; Nutzungskonflikte; Lebensraum Österreich.

BAfEP:
I. Jahrgang:
1. und 2. Semester:
Bereich „Naturräume“:

  • Landschaftsökologische Zonen, wirtschaftliche Nutzung

Die Schülerinnen und Schüler können…

  • Seen aus der näheren Umgebung benennen. (Grundstufe I)  
  • Störungen von natürlichen und naturnahen Lebensräumen durch den Menschen hinsichtlich Verschmutzung von Gewässern nachvollziehen. (Grundstufe II)
  • mithilfe von thematischen Karten einen Überblick über das eigene Bundesland vollziehen. (Grundstufe II)
  • österreichische Landschaften exemplarisch anhand der Steiermark mithilfe thematischer Karten beschreiben. (Sekundarstufe I – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • positive und negative Folgen des menschlichen Handelns auf heimische Gewässer analysieren. (Sekundarstufe I – Biologie und Umweltkunde)
  • Wechselwirkungen von Klima, Relief, Boden, Wasser und Vegetation anhand des Beispiels eines steirischen Sees analysieren. (Sekundarstufe II – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • Regionale Konflikte über die Nutzung eines Sees in Verbindung mit dahinterstehenden politischen Interessen erklären. (Sekundarstufe II – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • Eignung von Räumen, in denen Seen von Bedeutung sind, für die Tourismusentwicklung bewerten. (Sekundarstufe II – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • naturräumliche Gegebenheiten in Verbindung mit gesellschaftlichen Prozessen hinsichtlich ökologischer Probleme, anhand des Beispiels eines steirischen Sees, erörtern. (Sekundarstufe II – Geographie und Wirtschaftskunde)
  • naturräumliche Nutzungspotenziale Österreichs und ihre regionale Differenzierung hinsichtlich touristischer Nutzung, exemplarisch anhand des Beispiels eines steirischen Sees, erklären. (HAK)
  • naturräumliche Gegebenheiten Österreichs exemplarisch anhand steirischer Seenlandschaften beschreiben und mit dem Wirtschaftssektor des Tourismus in Verbindung setzen. (HLW)
  • Wechselwirkung zwischen Ökosystemen (z.B. See und Wald) und damit verbundenen Nutzungskonflikte, anhand eines Beispiels, erklären. (HTL)
  • Nutzungen und Gefährdungen natürlicher Lebensräume, in diesem Fall Seen, durch den Menschen analysieren. (BAfEP)

Seen sind wichtige Bestandteile des Landschaftsbildes und des Ökosystems. Sie sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und wichtiger Bestandteil des Wasserhaushaltes. Aber auch für den Menschen spielen sie eine wichtige Rolle. Seen sind Identifikationsmerkmal und fester Bestandteil unserer Freizeitgestaltung. Daher ist es von zentraler Bedeutung diesen in der Geographie etwas vernachlässigten Landschaftselementen mehr Bedeutung beizumessen und sie nicht einfach als selbstverständlich hinzunehmen, sondern sie bewusst wahrzunehmen und zu ihrem Schutz beizutragen.