BASISINFORMATIONEN UND GRUNDLAGEN
Die Bezirke und Bezirkshauptstädte der Steiermark
Einleitung
Bezirke und Bezirkshauptstädte

Die Gliederung der Steiermark in 13 Bezirke ist Inhalt der Karte. In den Unterrichtsmaterialien sollen die Bezirke auch über die jeweiligen Autokennzeichen identifiziert werden. Dies geht bei den obersteirischen Bezirken Leoben und Liezen über die Bezirke selbst hinaus, weshalb es in der Steiermark 15 verschiedene Kennzeichen gibt (siehe Arbeitskarten!).
Die Hierarchie der administrativen Gliederung Österreichs umfasst im Wesentlichen die folgenden 4 Stufen:
- Gesamtstaat
- Bundesländer (9)
- (Politische) Bezirke (Österreich: 94, Steiermark: 13)
- Gemeinden (Österreich: 2 096, Steiermark: 287)
Diese – im Falle Österreichs historisch gewachsene und schon im 19. Jh. in der Grundstruktur fixierte – Gliederung dient einerseits einer effizienten Verwaltung und Raumorganisation, andererseits auch der Ermöglichung politischer Mitbestimmung durch Bürgerinnen und Bürger jeweils auf allen räumlichen Ebenen (nach dem Subsidiaritätsprinzip).
Die Sondersituation im Bezirk Liezen ergibt sich einerseits aus dessen Größe (mit 3 270 km2 ist er der größte Österreichs und übertrifft damit sogar das Bundesland Vorarlberg um ein Viertel!) und andererseits aus der traditionell nur schwachen zentralörtlichen Position der Bezirkshauptstadt Liezen. Deshalb übernimmt die politische Expositur Gröbming einzelne Funktionen des Bezirkshauptortes. Bei Leoben hat die Stadt als Ausdruck ihrer Größe (2012: rund 24 600 Ew.), aber auch ihrer weit über den politischen Bezirk hinausreichenden zentralörtlichen Bedeutung ein eigenes Autokennzeichen, ohne ein selbständiger Bezirk zu sein.
Weitere Informationen und aktuelle Daten zu den Bezirken können unter www.verwaltung.steiermark.at (besonders in der dort als pdf-Datei verfügbaren Broschüre „Kleine Steiermark Datei“) abgerufen werden.
NUTS 3 Gliederung

Neben der Gliederung in Bezirke hat für statistische Zwecke in jüngerer Zeit auch die Gliederung nach NUTS-Einheiten an Bedeutung gewonnen. Hierbei handelt es sich um eine von der EU eingeführte Raumeinteilung („Nomenclatures des unités territoriales statistiques“), die eine unionsweite Vergleichbarkeit von Regionaldaten ermöglichen soll, was auch für schulische Zwecke von großer Bedeutung ist. Die hierarchische Gliederung von NUTS hat keinen Einfluss auf Verwaltung, Politik oder Gesetze:
| Bezeichnung | Zahl der Einheiten in Österreich | Einheiten |
|---|---|---|
| NUTS 0 | 1 | Österreich |
| NUTS 1 | 3 | Ostösterreich (Wien, Niederösterreich, Burgenland) |
| NUTS 2 | 9 | Bundesländer |
| NUTS 3 | 35 | Steiermark – 6 Einheiten: Graz (G, GU) Liezen (LI inklusive GB) Östl. Obersteiermark (BM, LE/LN) Oststeiermark (HF, SO, WZ) West- und Südsteiermark (DL, LB, VO) Westl. Obersteiermark (MT, MU) |
Für den Schulgebrauch wichtig erscheint schließlich – besonders in der Sekundarstufe 2 – die Thematisierung der Qualität von Grenzen. Hier wäre die Einsicht zu vermitteln, dass nur die hier präsentierten administrativen Grenzen als scharfe Linien zu verstehen sind, an denen der Gültigkeitsbereich von Gesetzen und Normen „schlagartig“ endet. Bei fast allen anderen in Karten sichtbaren „Grenzen“ handelt es sich hingegen um Generalisierungen von, in der Wirklichkeit als breite Säume entwickelten, Übergangszonen.
Quellenverzeichnis
Internetquellen:
Statistik Austria: www.statistik.at
Kartengrundlage:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachbereich GIS
Lehrplan Volksschule, Sachunterricht:
https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulpraxis/lp/lp_vs.html
Lehrplan Geographie und Wirtschaftskunde, AHS Unterstufe/NMS:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008568
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/
NOR40207228/NOR40207228.pdf
Lehrplan Geographie und Wirtschaftskunde, AHS Oberstufe:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008568
Lehrpläne BHS (HLW und Tourismusschulen, HAK, HTL, BAfEP):
https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/downloads/?kategorie=24
Autorinnen und Autoren
Text:
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl Lieb (2004, 2012, 2013)
Lehrplanbezüge:
Mag. Michael Lieb
Mögliche Lernziele:
Mag. Michael Lieb
Kartengestaltung:
Heidemarie Proyer, Mag.a Bernadette Ebner (2004, 2012, 2013, 2015)
Arbeitsmaterialien:
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl Lieb, Mag.a Dr.in Marlies Pietsch
Web-Bearbeitung:
Christian Lieb MSc. (2019)