QR Code www.schulatlas.at
www.schulatlas.at

BASISINFORMATIONEN UND GRUNDLAGEN

Basiskarten

Einleitung

Das Set an Basiskarten beinhaltet eine Satellitenbildkarte, Karten zu Topographie und Relief der Steiermark sowie eine Karte der Bodenbedeckung aus dem Projekt CORINE Land Cover, einem EU-weiten Programm zur flächendeckenden Erfassung der Landbedeckung und Landnutzung. Als Arbeitsmaterial wird eine stumme Karte bestehend aus Gelände (Hillshade), Flussnetz und Lage der Bezirkshauptstädte zur Verfügung gestellt.

Die Inhalte aller Basiskarten spiegeln jene naturräumlichen Gegebenheiten wider, die im Abschnitt „Naturraum“ vertieft werden. Besonders deutlich kommen in allen Basiskarten die reliefbedingten Gegensätze zwischen den Alpen und dem außeralpinen Gebiet, in der Steiermark meist „Vorland“ genannt, zur Geltung (vergleiche hierzu die Karten zum Thema „Naturlandschaften“).


Satellitenbildkarte der Steiermark
Satellitenbildkarte der Steiermark

Bei dieser Satellitenbildkarte handelt es sich um eine naturnahe Falschfarbendarstellung, zu deren Erstellung das Spektrum des sichtbaren Lichts verwendet wurde. Man erkennt anhand dieser Satellitenbildkarte die Landbedeckung in der Steiermark. Insbesondere lassen sich stark vom Menschen geprägte Flächen wie z. B. Siedlungs- und landwirtschaftliche Flächen gut von Wald- oder Gebirgsflächen unterscheiden. Ferner ist auch die intensive Flächennutzung entlang der Flusstäler sehr gut erkennbar. Die sechs kleinen Ausschnitte in der Legende dienen als Interpretationshilfe für die Karte.


Physische Karte der Steiermark
Physische Karte der Steiermark

Die physische Karte dient dem orientierenden Überblick über die topographischen Gegebenheiten der Steiermark. Einerseits werden wichtige naturräumliche Merkmale abgebildet. Insbesondere wird das Relief durch eine Schummerung (gedachter Schattenwurf des Geländes) und die farbliche Differenzierung der Seehöhe dargestellt. Weiters werden die großen Gebirgszüge und Gewässer der Steiermark gezeigt. Andererseits sind auch die größten Städte und Orte sowie die wichtigsten Verkehrswege der Steiermark eingetragen. Ein weiteres Hilfsmittel zur Orientierung sind die, wie auch in vielen anderen Karten des Schulatlas Steiermark, in Rot eingetragenen Landes- und Bezirksgrenzen.


Reliefkarte der Steiermark
Reliefkarte der Steiermark

In dieser Karte wird das Relief, die Gestalt der Erdoberfläche, in der Steiermark dargestellt. Mithilfe der Schummerung (imaginäre Schattenbildung; Hillshade) entsteht ein dreidimensionaler Eindruck des Geländes. Dadurch werden die Gestalt und der Verlauf von Gebirgen, Hügeln oder Tälern gut erkennbar. Die Grundlage der Karte bildet ein digitales Geländemodell mit einer Auflösung von 10 × 10 m, das auf Basis des hochauflösenden Laserscan-Geländemodells (1 × 1 m) berechnet wurde.


Reliefenergie der Steiermark
Reliefenergie der Steiermark

Die Reliefenergie beschreibt, wie stark das Gelände innerhalb einer bestimmten Fläche höhenmäßig differenziert ist. Sie wird berechnet, indem für jede Bezugsfläche der Unterschied zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt ermittelt wird. Für die vorliegende Karte wurden dafür überlappende Quadrate von 4 × 4 km verwendet, basierend auf einem digitalen Geländemodell mit einer Auflösung von 10 × 10 m. Hohe Werte zeigen große Reliefgegensätze an und konzentrieren sich in bestimmten Gebieten der steirischen Hochgebirge.


Seehöhen der Steiermark
Seehöhen der Steiermark

Diese Karte zeigt die absolute Höhe bezogen auf das Meeresniveau, wobei grüne Farbtöne Flächen mit geringer Seehöhe (Minimum: 200 m, bei Bad Radkersburg), gelbe und orange mit mittlerer sowie rote mit großer Seehöhe anzeigen (Maximum: 2995 m, Hoher Dachstein).


Hangneigung in der Steiermark
Hangneigung in der Steiermark

Die Hangneigung wurde aus einem hochaufgelösten digitalen Geländemodell mit einer Auflösung von 10 x 10 m errechnet und in 9 Klassen (mit je 10° Spannweite) dargestellt, wobei ein Farbspektrum von grün (flaches bis mittelsteiles Gelände) über ocker (steiles Gelände) bis zu rot (extrem steiles Gelände, Felswände) gewählt wurde. Die räumliche Verteilung der Hangneigung ähnelt jener der Reliefenergie mit einer Konzentration der Maximalwerte in bestimmten Gebieten der steirischen Hochgebirge.


Exposition in der Steiermark
Exposition in der Steiermark

Die Exposition wurde aus einem hochaufgelösten digitalen Geländemodell mit einer Auflösung von 10 x 10 m errechnet und in vier Klassen (mit je 90° Spannweite) dargestellt, wobei das Farbspektrum so gewählt wurde, dass ein plastischer Eindruck des Geländes entsteht, der an eine Beleuchtung des Reliefs von links oben erinnert. Die Exposition ist u. a. für verschiedene Aspekte der Bereiche Landwirtschaft (z. B. Temperaturgunst auf Südhängen), Ökologie (z. B. ausgeglichene Feuchteverhältnisse an Schatthängen), Naturgefahren (z. B. Lawinendisposition) oder Tourismus (z. B. Schneesicherheit) von Bedeutung.


Bodenbedeckung Corine Land Cover Level L2
Bodenbedeckung Corine Land Cover Level L2

CORINE Land Cover ist ein in rund 40 europäischen Ländern einheitlich verwendetes System zur Klassifikation der Bodenbedeckung. Die Bodenbedeckung wird mittels Satellitendaten (in dieser Karte aus den Jahren 2017 und 2018) mit einer geometrischen Auflösung von 10 m klassifiziert. Die Minimum Mapping Unit beträgt dabei 25 Hektar, das bedeutet, es werden nur Flächen mit dieser Mindestgröße erfasst (bei linearen Elementen ist eine Breite von mindestens 100 m erforderlich). Demzufolge sind die CORINE Land Cover Daten stark generalisiert und viele kleinere Strukturen werden nicht erfasst. 

CORINE Land Cover besteht auf dem Level 1 aus insgesamt 44 Klassen, welche verschiedene Bodenbedeckungen beschreiben. Die vorliegende Karte beschränkt sich wegen der Übersichtlichkeit jedoch auf die gröberen (insgesamt 13 in der Steiermark vorkommende) Level 2-Klassen. Anhand der Karte lässt sich erkennen, dass ein großer Teil der Steiermark mit Wald bedeckt ist (worauf sich der Slogan des Landes „Das Grüne Herz Österreichs“ bezieht). Das Hochgebirge weist große Flächen mit Strauch- und Krautvegetation sowie solche ohne oder mit geringer Vegetation auf. Die bebauten Flächen und die Ackerflächen liegen zum größten Teil außerhalb der Alpen und in den inneralpinen Tälern. Details zur Bodenbedeckung bzw. der sich darin widerspiegelnden Flächennutzung können der Tabelle 2 im Abschnitt „Die Steiermark – eine geographische Einführung“ entnommen werden.


Quellenverzeichnis

Datengrundlage:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Landesstatistik Steiermark

ALS-DGM; CC-BY-4.0: Land Steiermark – data.steiermark.gv.at

Corinne Land Cover (2018): European Union's Copernicus Land Monitoring Service information (Zugriff: Juni 2024).


Kartengrundlage:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachstelle GIS


Autorinnen und Autoren

Text:
Mag. Dr. Gerhard Lieb, Mag. Alexander Dorić (2026)

Kartengestaltung:
Mag.a Bernadette Ebner (2004–2025), Mag. Dr. Christian Bauer (2025), Mag. Dr. Wolfgang Sulzer (2020), Anna Weissinger MSc. (2026)

Web-Bearbeitung:
Mag.a Bernadette Ebner (2026)

Impressum: www.schulatlas.at